Episode 3: Es ist immer zu spät. Speed of Implementation.

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Heute geht’s um den Speed of Implementation. Besonders erfolgreiche Menschen haben eins gemeinsam: Von einer ersten Projekt-Idee bis zur Umsetzung gelangen sie sehr schnell. Laut der 72 Stunden-Regel sinkt die Chance, ein Projekt jemals umzusetzen auf gerade einmal 1 Prozent, wenn wir mit der Umsetzung nicht schon in den ersten 72 Stunden beginnen.

Heute ist der 10. Oktober 2016. Ich nehm das hier auf, noch bevor mein Podcast überhaupt annähernd ne Struktur hat. Und auch in der Gewissheit dass das nicht die erste Episode sein wird, die online geht. Der Kaltstart heute hat einen triftigen Grund. Und zwar kam gestern ne Nachricht die mich so richtig aus dem Alltag gerissen und mir schonungslos gezeigt hat, dass ich nun endlich was tun muss, damit unser gemeinsames Abenteuer Podcast überhaupt jemals beginnen kann. Und ich hab die Ahnung, wenn ich jetzt nicht zum Mikrofon greife, wird’s zu spät sein.

Heut geht’s also kurzentschlossen darum, die wichtigen Dinge für uns zu verwirklichen und in die Tat umzusetzen, bevor der geeignete Zeitpunkt vorüber ist und die gute Energie der ersten zündenden Idee sich langsam auflöst. Es geht um den „Speed Of Implementation“, ich mag auch gern‘ die „72 Stunden Regel“. Aber eigentlich sind das nur Worthülsen die wir verwenden um jemandem oder uns selbst klar zu machen, dass wir eigentlich nur unseren Hintern hoch bekommen müssen, damit sich endlich was bewegt.
Die 72 Stunden Regel besagt, dass besonders erfolgreiche Menschen sehr schnell von der ersten Idee bis zur Umsetzung gelangen. Wenn du also diesen Impuls verspürst, ein geschäftliches Projekt tun zu wollen oder so ne richtig geile „once-in-a-lifetime-Idee“ mit dir trägst, dann schwinden deine Chancen extrem, die jemals zu verwirklichen, wenn du 72 Stunden verstreichen lässt, bis du mit den ersten Schritten der Umsetzung loslegst. Einfacher gesagt: Hast du ne geile Idee – dann leg‘ los, noch innerhalb der ersten 72 Stunden, dann sind die Chancen groß, dass du das Ding auf’n Weg bringst.

Ich hab‘ vor 15 Jahren schon ne Comedy Plattform im Internet gehabt und hab da jeden Freitag nen neuen Audio-Comedy-Clip gepostet. Damals gab’s den Begriff „Podcast“ nocht nicht, zumindest in meinem Wortschatz. Bin dann aber trotzdem damit für kurze Zeit im lokalen Radio gelandet. Ich hab‘ damals hauptberuflich noch als Angestellter gearbeitet, hatte relativ viel Freizeit und hab dann nach der Arbeit Photoshop, Videoclips, Comedyspots gemacht, Songs geschrieben, in drei Bands gespielt – und bin einfach immer den kreativen Impulsen gefolgt, die da halt so da waren.

Dann kam irgendwann die Selbstständigkeit dazu. Meine Comedy hab‘ ich gerne dafür eingetauscht, es war auch einfach nicht mehr die Zeit dafür da und kaum vergingen 15 Jahre, machen auf einmal alle Podcast. Und ich finds ja klasse! Und da kam natürlich bei mir auch wieder die Sehnsucht auf. Seit Jahren trag‘ ich nun also den Wunsch in mir, quasi back to the roots wieder regelmäßige Audio-Beiträge zu machen, also schon weitaus länger als nur 72 Stunden und ich möchte diesen Mythos heute durchbrechen, diese imaginäre Schallmauer von 72 Stunden und nun endlich auch ganz offiziell wieder on air gehen.
Und wieso gerade jetzt – ich hatte eingangs ja schon erwähnt, das hat nen triftigen Grund. Und eigentlich ist das jetzt von Oktober bis Weihnachten die absolut stressigste Zeit in meinem Office, wo ich normalerweise im Tunnel bin und keine neuen Projekte zulasse aber Zeit kann auch stehen bleiben, und bei mir war das gestern. Ich hab mich schon länger nicht mehr bei Eddie gemeldet. Eddie ist Fotograf, Kumpel von Stevie Wonder, auf Du und Du mit Janet & Michael Jackson, Sting und er leiht mir ab und zu mal seine megamäßige Kamera.

Wir hatten jetzt schon länger keinen Kontakt mehr. Und vielleicht kennst du auch – du greifst zum Hörer, wählst die Nummer und legst wieder auf. So ging das bei mir schon ne Woche. Ich dacht‘ mir, – ähh, der hat jetzt sicher keinen Nerv, neulich hat er mir noch erzählt, er kommt gerade vom Shooting mit dem Drummer von Bon Jovi, und da willst‘ einfach nicht stören. Am Donnerstag hab‘ ich’s dann endlich auf die Reihe bekommen, es klingeln zu lassen. Und es war zu spät. Am nächsten Tag erfahre ich, dass Eddie gestorben ist. In genau dieser Woche, in der ich das Telefon immer wieder zurück in die Ladeschale gelegt hab.
Und deswegen jetzt sofort diese Aufnahme. Kein Warten mehr auf den geeigneten Zeitpunkr. Die ist für dich Eddie, du bist und warst eine mega Inspiration für alle, die mit dir Zeit verbringen durften. Dieses Signal geht raus an dich.

Also: Egal ob beruflich oder privat – ich kann dir nur den Tipp geben: Pack deine Sachen an. Hör auf die Impulse, die Signale die du bekommst, weil die 72 Stunden sind extrem schnell vorbei.

Ich hab dir in den Shownotes ein Interview hinterlassen, dass ich mit Eddie gemacht hab. Es sind möglicherweise die letzten Filmaufnahmen, die’s von ihm gibt. Schau es dir unbedingt an. Denn wenn jemand ein Beispiel für den „Speed Of Implementation“ oder die „72 Stunden Regel“ ist, dann ist das Eddie. Aufgewachsen in meiner kleinen Heimatstadt Kaufbeuren mit 40.000 Einwohnern kurzentschlossen ab in die USA und da der Aufstieg zum absoluten Star-Fotografen. Und du musst ihn mit eigenen Augen gesehen haben, um zu begreifen, wie bodenständig jemand sein kann, der jeden Tag mit all diesen Stars Tag und Nacht unterwegs war. Wir beide haben zu dem Video so extrem gute Resonanz bekommen – von Leuten, die das Video gesehen haben und die ich dann getroffen habe die mir gesagt haben es war so inspirierend und so berührend, einfach weil Eddie so unglaublich authentisch und erfrischend ist und ich garantier‘ dir, nach dem Video kommst du in die Gänge, packst deinen nächsten großen Traum am Schopf und machst dein Ding.

Also: Schau in die Shownotes, es ist ein Youtube Link und ich garantier‘ dir, das ist pure Inspiration.

Und sollte dir das noch nicht genug sein, dann hab‘ ich dir noch nen Link obendrauf gepackt zu einem Song von Reinhard Mey, der heißt „es ist immer zu spät“ der uns nochmal die Dringlichkeit klarmacht, endlich die Nichtigkeiten zu ignorieren und die Dinge zu sehen, die halt am Ende wirklich von Bedeutung sind.

Also: Nutzen wir ab sofort die Energie der ersten 72 Stunden, den Speed of Implementation damit es für uns nie zu spät, sondern immer die richtige Zeit ist.

Das wünsch‘ ich dir.
Bis zur nächsten Episode.

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